Jean David

Meine Familie ist seit 1392 in Basel belegt. Als Handelsstadt war Basel früh international vernetzt und durch die Basler Mission eng mit Afrika verbunden. Diese Verwurzelung prägt meine Geschichte ebenso wie jene der Galerie Walu.

Die Verbindung zu Afrika reicht auch in meiner Familiengeschichte weit zurück. Adam David (1872–1959) und Jean Jacques David (1871–1908) bereisten und erforschten den afrikanischen Kontinent bereits Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts.

Afrikanische Kunst begleitet mich seit meiner Kindheit. Meine Eltern, René David (1928–2015) und Denise David (1928–2011), gründeten 1957 die Galerie Walu in Basel. So wuchs ich buchstäblich zwischen Objekten, Sammlern, Händlern, Büchern und Ausstellungen auf. Schon in jungen Jahren half ich in der Galerie mit und begleitete meine Eltern auf Reisen in die Herkunftsregionen. Später folgten zahlreiche eigene Reisen, die meinen Blick auf die Kunst und ihren kulturellen Kontext wesentlich geprägt haben.

Galerie und Auktionswesen

Nach meiner Ausbildung an der EHL und einem Studium an der HSG entschied ich mich endgültig für den Kunsthandel. Ab 1986 war ich in der damaligen Einzelfirma meiner Eltern tätig; 1998 gründete ich die Galerie Walu AG.
Für die Galerie Walu konzipierte und realisierte ich zahlreiche thematische Ausstellungen zur afrikanischen Kunst und veröffentlichte dazu zehn Kataloge.
2003 baute ich bei Koller Auktionen, dem grössten Schweizer Auktionshaus, eine neue Abteilung für afrikanische Kunst auf und leitete sie als externer Experte bis 2014. In dieser Zeit verantwortete ich 21 Auktionen samt den dazugehörigen Katalogen.
2016 gründete ich Hammer Auktionen. Seither habe ich mit meinem Team über 160 Auktionen durchgeführt und dabei Tausende von Objekten begutachtet, katalogisiert, bewertet und live versteigert.

Expertise

Neben meiner Tätigkeit im Kunsthandel werde ich von Gerichten, Zollbehörden und Versicherungen als Gutachter beigezogen und bin international als Referent sowie als Autor zu Themen der afrikanischen Kunst tätig.

Über vier Jahrzehnte beruflicher Tätigkeit und ein ganzes Leben im Umfeld afrikanischer Kunst haben meinen Blick und meine Erfahrung geprägt. Beides lässt sich nicht allein aus Büchern, Datenbanken oder digitalen Quellen gewinnen. Entscheidend sind der unmittelbare Umgang mit Originalen, der Vergleich unzähliger Objekte, Reisen und Recherchen sowie der persönliche Austausch mit Sammlern, Händlern, Forschern und anderen Fachleuten.

Daraus wächst ein Gespür für Qualität, Authentizität, Herkunft und Markt und ebenso für jene Ausnahmen, Widersprüche und Grauzonen, die dieses Gebiet so faszinierend machen.

Heute

Mit tribal.art möchte ich diese Erfahrung, mein Wissen und die über Jahrzehnte zusammengetragenen Quellen in zeitgemässer Form zugänglich machen, persönlich, unabhängig und mit dem Anspruch, jedes Objekt zunächst als das zu betrachten, was es tatsächlich ist.

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